Erfahrungsberichte - Was bringt eine Selbsthilfegruppe?

Engagierte Menschen erzählen
Der Kurz-Dokumentarfilm geht der Frage nach, was man eigentlich in einer Selbsthilfegruppe macht. Es werden vier Teilnehmende an Selbsthilfegruppen portraitiert.




Psychische Gesundheit

Sarah (37) Borderline
Sarah geht mit 27 zum ersten Mal in eine Selbsthilfegruppe, als sie in einer Klinik ist. Die Gruppe ist für sie ein wichtiger Fixpunkt. Dort sieht sie regelmässig Menschen sehen, auf die sie sich verlassen kann. Dort darf sie so sein, wie sie ist. Mit ihrer ganzen Problematik. „Man kann sich austauschen und erhält Tipps von weiteren Betroffenen, die an einem anderen Punkt sind als man selbst.“

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Körperliche Erkrankungen und Beeinträchtigungen

Erich (50) Myotone Dystrophie
Erich hatte einen guten Job. Dann kam ein physischer Zusammenbruch. Die Diagnose lautete Myotone Dystrophie, im Volksmund als Muskelschwund bekannt. Er erlebte eine intensive Klagephase und fand dann im Internet erste Informationen zu Selbsthilfegruppen. Er spürte, dass der Austausch ihm hilft. „Das Wissen, das ich mir dabei angeeignet habe, hilft mir auch anders aufzutreten und einzufordern, was mir gut tut.“

Schwierige Lebenslagen und soziale Themen

Edit (64) Eltern nach Suizid
Edit ist seit fünf Jahren bei der Selbsthilfegruppe „Regenbogen“ für Menschen, die ein Kind verloren haben. Am Tag des Suizids ihres Sohnes brach für Edit die Welt zusammen. Im Internet suchte sie nach Antworten und Menschen, die das Gleiche erlebt haben. Als sie beim „Regenbogen“ anrief, spürte sie sofort eine starke Verbundenheit. Sie findet in der Selbsthilfegruppe viel Verständnis - auch ohne grosse Worte. „Ich sehe wieder eine Perspektive, weil ich Menschen getroffen habe, die zurück ins Leben gefunden haben.“